Die Tätigkeit im Projekt JugendLand 2002
Mobile Jugendarbeit im ländlichen Raum

Meine Aufgabe im Projekt JugendLand war es, gemeinsam mit einer Kollegin und zeitweisen ABM-Kräften 35 Jugendclubs im Gebiet der Sächsichen Schweiz zu betreuen: zu beraten in Fragen der Clubführung, in Förderfragen und bei Projekten zu unterstützen und Freizeitangebote bereitzustellen.
Mein Gebiet war Stolpen, Dürrröhrsdorf-Dittersbach und Hohnstein.
Die Jugendclubs auf dem Lande waren unterschiedlichst ausgestattet: vom Bauwagen bis zum neu sanierten eigenen Haus.
Ich habe mit für die Arbeit ein gebrauchtes Polizeiauto gekauft und auf die Seite JugendLand geschrieben. Das machte bekannt.
Ich organisierte sehr gern Freizeitangebote. Unser größtes Projekt war ein deutsch-tschechisches Hüttencamp, dessen Förderbeantragung ich übernahm. Wir kletterten in Höhlen, seilten uns ab, gingen in eine Kletterhalle und bekochten uns selbst.
Ich organisierte einen Fotoworkshop mit deutschen Jugendlichen in Decin, wo wir die Besatzung der Kinder- und Jugendhäuser kennen lernten, die uns überaus freundlich und unkompliziert aufnahmen und gleich in der Schule übernachten ließen.
Bei einem Nachtreffen im Herbst mit den Teilnehmern gestalteten wir eine Fotoausstellung, welche in Decin gezeigt werden sollte. Aber es kam nicht dazu, weil mein Arbeitsvertrag auf ein Jahr befristet war.
Fast zum Ende meiner Tätigkeit organisierte ich noch mit einem Sozialarbeiter aus dem Nachbarort ein deutsch-tschechisches Bandtreffen, welches ein großer Erfolg war, denn es kamen viele rechts eingestellte Jugendliche, welche ins Gespräch mit den tschechischen Jugendlichen kamen, weil sie deren Musik gut fanden.
Und miteinander sprechende Menschen schlagen nicht um sich.
Das Projekt JugendLand ist aktuell unter der Webseite www.jugendland.de zu erreichen.