Die Gründung des Vereins Mediacity Dresden e.V.
im Jahr 2001
Alles begann mit der Idee, einen Medien-verein in Dresden nach meinem Studium zu gründen, um die modernen Medien zu nutzen, um Menschen miteinander, über die Beschäftigung mit den Medien, in Kontakt zu bringen.
Ich fotografierte die wunderschöne orangefarbene Ringelblume, es entstand der Name "Mediacity", ich meldete die Webseite www.mediacity-dresden.de an und begann, Mitstreiter zu suchen. Auf dem Foto kann man uns bei der Vereinsgründung sehen.
Wir bekamen Räume im Herzen des Medienkulturzentrums Pentacon in Dresden, um dort einen offenen Bereich mit einer Medienwerkstatt zu gestalten. Diese Zeit gehört zur interessantesten meiner bisherigen Berufstätigkeit, denn als Vereinsvorsitzender hatte ich alle Hände voll zu tun, aber auch alle Möglichkeiten, durch eigene Entscheidungen die Zukunft des Vereins zu beeinflussen.
Unsere Konzeption wurde es, einen offenen Cafe-Bereich zu schaffen mit Internet-Cafe, Bagels- Gastronomie, Faxgerät, Foto- Entwicklungsstation und allen Annehmlichkeiten.
Ich konzeptionierte Kurse, machte Öffentlichkeitsarbeit und knüpfte Kontakte zu Schulen für Schulprojekte.
Durch die Einnahmen durch die Kurse und Schulungen, u.a. für sich selbständig machende Künstler, konnten wir unsere gesamte Technik auf Raten kaufen, einen Internetanschluß und die Raummiete bezahlen. Im Foto sieht man unseren Schulungsraum.
Ein sehr spannendes Kursangebot war "Senioren ans Netz", in welchem ich Schüler suchte, die Lehrer für Senioren sein wollten. Über das Senioren- Netz wurden wir Teilnehmer an der bundesweiten Förderaktion "Senioren ans Netz" und erfreuten uns großer Resonanz. Alle Kurse waren ausgebucht und die Senioren waren mit ihren Lehrern zufrieden. Jeder Schüler bekam als Anerkennung eine Urkunde, und manche Kurse schenkten selbst noch eine kleine Anerkennung.
Einen Schüler lernte ich kennen, als er einen Seniorenkurs bei uns leitete. Ich fragte ihn, ob er programmieren könne, denn wir stellten gerade eine Webseite für ein größeres Unternehmen her. Er bejahte, begann mit der Arbeit und ist heute Chefprogrammierer der Seite www.elbeteam.de.
Ein anderes beliebtes Kursangebot war Schüler-Spiel. Schüler konnten zu uns kommen und an den Computern spielen; und zwischendurch erfuhren sie die Möglichkeiten moderner Technik. Wir fotografierten, bauten eigene Homepages oder nahmen Filme auf.
Das Kabinett war natürlich mit einer Webcam ausgestattet.
Aus unserem Verein heraus entstand das Projekt LAN, eine Netzwerkparty mit Buffet.
24 Stunden lang trafen sich bei uns bis zu 50 Zocker, schleppten ihre Rechner an, vernetzten sich und konnten an unserem von einem Profi- Koch zubereiteten Buffet ihren Hunger stillen.
Das Projekt ist nun selbständig geworden und organisiert unabhängig von Mediacity im Raum Dresden Netzwerk-Events.
Eine andere tolle Sache, die aus Medicity heraus entstand, war die Twilight-Night.
Eine Party-Crew dekorierte das ganze Pentacon- Haus und organisierte Musik auf drei Dance-Floors mit Beköstigung, Chill-Out und Bars. Bis zu 500 Leute kamen und feierten mit uns.
Zur Eröffnung des Internetcafes bauten wir eine Direktverbindung zum unter uns wohnenden Radiosender NEON 425 auf und organisierten monatlich eine Neon-Party, welche live n den Rundfunk übertragen wurde. Junge Dresdner Band spielten bei uns. Später wurde dann auch die Twilight-Night ins Radio übertragen, als das Whitebread- Soundsystem bei uns spielte.
Die erste Band bei uns waren die Nonets, heute als bekannte Frauenband unterwegs.
Ein Vereinsmitglied wollte bekannte Dresdner gemütlich zusammenbringen und so organisierten wir das "Klassik- Frühstück".
Ein Musiker spielte klassische Musik, wir organisierten jedes Mal einen anderen Sponsor für ein kaltes Buffet, es gab einen kleinen Vortrag, das Internetcafe und der Schulungsraum waren für Fragen und Gespräche geöffnet.
Bei uns zu Gast war u.a. ein französisches Restaurant und ein ungarischer Imbiss.
Mediacit lebte von seiner Werbung. Aus einem unbekannten Verein wurde innerhalb kurzer Zeit eine bekannte Einrichtung, an die sich auch Schulen oder Webdesigner wandten. Ich lernte während der Arbeit zu gestalten, wirkungsvoll zu sein und Kunden zu erreichen und hatte damit großen Erfolg.
 
Ein Bereich, der auch mein Hobby ist, lag mir sehr am Herzen: die Dia-Überblendung. wir gründeten das Stumpfl- Anwenderteam Dresden und stellten u.a. eine Dia- Überblendschau mit Musik eines Dresdner DJs her und führten sie zur Museumsnacht im Dresdner Hygienemusum vor: Pensamientos- Bewegung der Gedanken.
Wir bauten eine Kooperation mit der Firma Stumpfl auf, die die Steuertechnik für die Diaüberblendung herstellt.
Unsere Werbepostkarte.
Teil der Diaschau "Pensamientos"
Ein gestelltes Werbebild für Grafikbearbeitung.
Bei uns arbeiteten Schülerpraktikanten für einen Monat oder auch Arbeitspraktikanten für ein halbes Jahr. Auch europäische Freiwillige haben wir beschäftigt, sie waren für ein ganzes Jahr im Verein tätig.
Deren Projekt war es, eine Internetzeitung aufzubauen: HANS.
Beim Foto- Shooting im Karstadt Dresden
Die Arbeit im Verein hat mir viel Spaß gemacht und ich habe viel gelernt; Vereinsführung, Werbung, Buchhaltung, Organisation, Kursleitung...
Gern hätte ich es noch weitergemacht, aber die finanziellen Möglichkeiten erlaubten es nicht.
Der Verein ist aus den Räumen des Pentacon, dessen Miete immer weiter stieg, in das Stadtteilhaus Prießnitzstraße umgezogen und befindet sich nun auf der Bürgerstraße in Kooperation mit der Firma ivent. Seit ich nicht mehr im Verein bin, besteht nur noch die Tehnik und die Zeit der großen Aktionen ist leider vorbei.
Aber es ist schön zu sehen, dass es den Verein immer noch gibt; selbständig und lebendig, wenn auch auf Sparflamme. Die aktuelle Webseite des Vereins lautet: www.mediacity-dresden.de