Entwurf
des Fragebogens an die Leute der Kümmelschänke
Mithilfe dieses Fragebogen möchte
ich ausgewählte Personen (5 bis 8) im Umkreis der Kümmelschänke Dresden nach
ihren Erfahrungen mit alternativem Leben befragen.
Es soll geklärt werden, inwieweit konkret umgesetzte alternative Lebens-, Wohn-
und Arbeitsformen Musterbeispiel für die Entwicklung
der Gesellschaft sein könnten oder ob sie wichtiger sind für die persönliche
Entwicklung eines Einzelnen für einen Zeitabschnitt seines Lebens,
um seine Rolle unter den heutigen sozialen und kulturellen Bedingungen finden
zu können.Dazu frage ich nach dem Bild vom eigenen alternativen
Leben und den praktisch erlebten Erfahrungen.
- Was verstehst Du unter "alternativ"?
- Wo siehst Du gesellschaftliche und persönlich / menschliche Ursachen
für Deine Entscheidung, alternativ zu leben?
- Was ist Dir wichtig in Deinem alternativen Leben?
- In welchen Punkten unterscheidet Ihr Euch / die alternative
Bewegung sich in Deinem Verständnis vom "Mainstream" der
Gesellschaft, wo siehst Du scharfe Abgrenzungen
oder auch Übereinstimmungen mit den vorherrschenden Tendenzen
und Haltungen in der Gesellschaft?
- Auf welche Weise und auf welchen Gebieten integriert Ihr Euch in
die bestehende Gesellschaft (oder strebt eine Integration an)
und auf welchen Gebieten würdet Ihr es nicht tun?
- Wie werdet Ihr von der Öffentlichkeit wahrgenommen? Auf welchen Gebieten
werdet Ihr von der Gesellschaft akzeptiert und anerkannt
und als fortschrittlich gesehen und auf welchen Gebieten werdet ihr nicht
akzeptiert und anerkannt und werdet kritisiert?
- Was ist Euch bei der Öffentlichkeitsarbeit wichtig bzw.
was bringst Du bei persönlichen Gesprächen mit an alternativem Leben Interessierten
als besonders wichtig herüber?
- Willst Du hier eher Vorbild für andere sein oder
primär Deinen eigenen Weg finden und gehen?
- Was würdest Du gern an andere Menschen von Deinen Erfahrungen
weitergeben?
- Welche positiven Erfahrungen hast Du bis jetzt mit alternativem
Leben gemacht?
- Welche negativen Erfahrungen hast Du bis jetzt mit alternativem
Leben gemacht?
Für "Aussteiger" aus dem
alternativen Kontext zusätzlich:
11. Aus welchen Gründen bist Du ausgestiegen?
Für Sozialarbeiter im alternativen
Kontext zusätzlich:
12. Was kann soziale Arbeit im alternativen
Kontext?
13. Was sollte soziale Arbeit im alternativen Kontext?
14. Wie siehst Du die Ambivalenz der sozialen
Arbeit in Bezug darauf, daß sie einerseits organisatorisch und finanziell
in die bestehende Gesellschaft eingebunden ist und andererseits die Aufgabe
hat, Mißstände aufzuzeigen und zu verändern, auch wenn sie eine Kritik und Veränderung
an der Gesellschaft verlangen?