Portugal Januar 2000

Eine Woche kurzentschlossen
bin ich in die Luft geschossen.
Bin mit Margret schnell gereist
was wieder mal mein Glück beweist.

...Alles begann mit einem total billigen Lastminuteflugangebot. Für total verführerische 229 Mark versprach Kondor, Margret und mich nach Portugal zu schippern.
Gleich am ersten Tag lernten wir ausgewanderte Deutsche kennen, bei denen wir übernachten durften.
Es regnete wie aus Kannen und war zwei Tage lang bitterkalt, bis uns auch dort wieder das entsprechende (und erwartete) Wetter einholte: 20 Grad in der Sonne, überall bunte Blumenwiesen und Orangen zum Pflücken auf den Bäumen, süß und saftig (Kubamäßig!). Wir wanderten an der Steilküste entlang.
Nach dem Besuch des südwestlichsten Punktes Europas trampten wir nach Lissabon. Zu zweit geht das total schnell, wir sind aber trotzdem glaube ich sieben Mal umgestiegen, bis wir angekommen sind. Links seht ihr einen Ausschnitt aus den portugiesischen Korkwäldern. Die Stämme werden geschält und wachsen nach.
Lissabon ist eine traumhafte Stadt. Straßenbahnen quietschen in engen Gassen und die Menschen träumen ihrer Sudade hinterher. Wim Wenders hat hier "Lisbon story" gedreht und in den kleinen Lokalen wird Fado gespielt; so man ihn noch findet und Lust auf stillen melancholischen Genuß hat.
Der Friedhof ist eine Stadt in der Stadt. Lauter ziemlich große häuschen wälzen sich an den Seiten kilometerlanger Straßen. Dieser Friedhof in Lissabon soll einer der größten sein; er soll zu einer Choleraepidemie eingerichtet worden sein. In den Häuschen stehen die Särge der Verstorbenen.
 
An der Algarve-Küste