Der erste Besuch in Tamera, Portugal

Im August 2005 fuhr ich mit dem Rad allein quer durch Spanien bis nach Tamera in Portugal, weil ich das Projekt Tamera kennen lernen wollte.

Tamera ist ein Gemeinschafts- und Friedensprojekt im Süden Portugals.
www.tamera.org

Die Hinreise führte mich durch viele Landschaften Mittelspaniens, die ich bisher noch nicht gesehen hatte. Den Weg begann ich in der Terra Alta auf der Eisenbahnlinie Via Verde. Geschlafen habe ich immer unter freiem Himmel, im Schlafsack, denn da fühle ich mich am wohlsten.           Toledo. Ich wollte diese Stadt unbedingt sehen, weil ich von Leon Feuchtwanger das Buch "Die Jüdin von Toledo" gelesen hatte.       Nach ungefähr zehn Tagen und 800 km Fahrt habe ich Portugal ereicht, und die Landschaft ändert sich durch die Überwuerung einer Bergflanke gewaltig. Es ist nicht mehr trocken und die Menschen sind ganz anders. Das Machohafte der Männer ist verschwunden, die Frauen sind schwarz gekleidet, die Farben werden heller, das Blau dominanter. Wieder in Lissabon. Das erste Mal war ich hier mit Margret (siehe hier). Nun mußte ich feststellen, dass zwar die damalige Herberge überfüllt ist, aber dass die Straßenbahnen immer noch fahren. Und da die andere Herberge, die ich nun fand, so preiswert war, beschloss ich gleich zwei Tage zu bleiben und die Stadt zu genießen.     Zwei Tage Fahrt, und ich komme in Tamera an. Das Gelände liegt weitab von allen Dörfern, man muss schotterige Pisten fahren, bis man die ersten Anzeichen menschlichen Lebens entdeckt.   Klospruch                           Abschied von Tamera, aber nicht für immer! Im nächsten Jahr, im Mai, geht das Projekt "Monte Cerro" los, und da möchte ich mit dabei sein.